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Die Altersbedingte Makuladegeneration (AMD)


Die Makula auf der Netzhaut - auch "gelber Fleck" genannt - ist wesentlich für die Sehleistung verantwortlich: Lesen, Erkennen von Gesichtern und feinen Einzelheiten, Unterscheiden von Farben. Die ganze übrige Netzhaut nimmt hauptsächlich Umrisse und Hell-Dunkel-Kontraste wahr. Mit dem Alter können Ablagerungen zu Funktionsstörungen in diesem Bereich führen, der altersabhängigen Makuladegeneration, kurz AMD.
Die Folge ist, dass man in der Mitte des Gesichtsfeldes verschwommen, verzerrt oder einen dunklen Fleck sieht. Da nur die Netzhautmitte (Makula) betroffen ist, bleibt das äußere Gesichtsfeld erhalten. Daher führt die AMD auch nicht zur kompletten Erblindung, der Prozess schreitet nicht fort und die übrige Netzhaut bleibt funktionstüchtig.

Rauchen oder Bluthochdruck können zu einem früheren Auftreten der Makuladegeneration führen, ebenso Probleme bei der Entsorgung von Stoffwechselschlacken.

"Trockene" Makuladegeneration
Das Frühstadium der trockenen Makuladegeneration erkennt der Augenarzt bei der Spiegelung des Augenhintergrundes an sog. Drusen (kleinen gelblichen Ablagerungen) unter der Netzhaut. Das Sehen ist geringfügig eingeschränkt, so dauert es z.B. länger, wenn man von draußen in einen dunklen Raum geht, bis man wieder alles erkennt, oder Farben erscheinen blasser.
Im Spätstadium gehen Sinneszellen zu Grunde und das zentrale Sehen verschlechtert sich erheblich.

"Feuchte" Makuladegeneration
Hierbei sprossen als Reaktion auf die Drusen kleine Gefäßknospen unter die Netzhaut. Diese neu gebildeten Gefäße sind undicht, weshalb die Netzhautmitte anschwillt ("Makulaödem") und bluten kann. Die betroffene Stelle kann vernarben und Sehzellen zu Grunde gehen. Im Gegensatz zur trockenen Spätform kann die feuchte Form mitunter sehr rasch voranschreiten, kommt aber auch schließlich zum Stillstand, ohne die ganze Netzhaut in Mitleidenschaft zu ziehen.

Symptome der AMD
  • Gerade Linien scheinen verbogen (z.B. Fensterrahmen)
  • Die Farben wirken blasser
  • Worte auf einer Schriftseite sind verschwommen
  • Das Zentrum des Gesichtsfeldes erscheint leer oder als grauer Fleck

Wie wird die Makuladegeneration festgestellt?
  • Spiegelung des Augenhintergrundes und der Makula mit einer Lupe an der Spaltlampe, einem speziellen Mikroskop
  • Untersuchung mit Sehzeichen auf der Sehtafel und dem Amsler-Netz
  • Farbstoffuntersuchung: nach Injektion eines Farbstoffes in die Armvene werden abnormale Gefäße im Augenhintergrund fotografisch dargestellt

Behandlung
Eine Heilung ist nach dem momentanen Kenntnisstand nicht möglich, aber es gibt Verfahren, die den Krankheitsprozess verlangsamen oder aufhalten wie z.B.
  • Injektionen mit VEGF-Inhibitoren (vascular endothelial growth factor) ins Augeninnere
  • Veröden undichter Gefäße mit dem Laserstrahl
  • chirurgische Verfahren wie Netzhautdrehung
  • photodynamische Therapie

Bei eingetretener Makuladegeneration können vergrößernde Sehhilfen, spezielle Brillen, Lupen und andere System helfen.

Nehmen Sie bitte regelmäßig Ihre Untersuchungstermine beim Augenarzt wahr!
Er erfährt als erster, wenn sich neue Behandlungschancen auftun. Die Wissenschaft arbeitet mit Hochdruck daran.

Dr. med. Yvonne Müller | Fachärztin für Augenheilkunde · Hauptstr. 55-57 · 64625 Bensheim © 2014
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